Aida-Carmen Soanea (Viola)

Die charismatische und vielseitige Bratschistin und erste Preisträgerin des Valentino Bucchi Wettbewerbes in Rom 2005, hat sich im solistischen wie im kammermusikalischen Fach durchgesetzt. Sie hat den zweiten Preis beim Yuri Bashmet Wettbewerb (Moskau 2000) gewonnen und war Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Solistisch ist Aida-Carmen Soanea im Rahmen vieler Festivals aufgetreten, wie Internationale Osterfestspiele Luzern, Rheingau Musikfestival, Musikfestspiele Sanssouci, Musikfestival Mecklenburg Vorpommern und wurde dabei u.a. begleitet von Ensembles wie dem Gustav Mahler Jugendorchester, den Berliner Symphonikern, dem English Youth Orchestra und dem European Chamber Orchestra. Als Duo-Partnerin trat sie auf u.a. an der Seite von Tabea Zimmermann in der Cité de la Musique Paris, mit Renaud Capuçon bei den Osterfestspielen Luzern, mit Tanja Becker-Bender in der Berliner Philharmonie oder mit Tasmin Little in verschiedenen Sälen Großbritanniens. In Sonaten-Abenden tritt Aida-Carmen Soanea regelmäßig mit Pianisten wie José Gallardo und Andrej Jussow auf und spielte mehrmals bei den Berliner Festspielwochen an der Seite von Natalia Gutman, Kolja Blacher und Rainer Kussmaul. Regelmäßig wird sie zu namhaften Festivals in ganz Europa eingeladen. Dabei musizierte sie gemeinsam mit dem Vertavo Quartett, Alexander Melnikov, Jean-Guihen Queyras, Adrian Brendel, etc. Von 2007 bis 2015 war Aida-Carmen Soanea Mitglied des delian::quartetts. Auftritte im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals, den Ludwigsburger Festspielen oder bei den Schwetzinger Festspielen, wiederholte Einladungen zum Wiener Musikverein, in die Berliner Philharmonie, in das Festspielhaus Baden-Baden, in die Philharmonie Essen und zum Hessischen Rundfunk Frankfurt bestätigten den großen Erfolg dieses jungen Ensembles. Geboren in einer rumänischen Sängerfamilie, studierte Aida-Carmen Soanea von 1995 bis 1999 an der Freiburger Musikhochschule und an der Berliner Hochschule “Hanns Eisler” bei Kim Kashkashian und fand in Paris neue Inspirationen, als sie ihr Solistenstudium im CNSM de Paris bei Gérard Caussé vervollständigte. Großen musikalischen Einfluss hatten auf sie Juri Bashmet, aber vor allem Claudio Abbado, dem sie regelmäßig im Gustav Mahler Jugendorchester als Solobratschistin begegnete, später auch als Mitglied des Lucerne Festival Orchestra. Nach langjähriger Recherchearbeit entstand gemeinsam mit dem Pianisten Igor Kamenz die erste Solo-CD von Aida-Carmen Soanea mit Werken des Berliner Schönberg-Schülers Norbert von Hannenheim (1898-1945), der kurz nach Kriegsende in einer Nervenheilanstalt gestorben ist. Diese Stücke, die lange als verschollen galten, stellen eine große Bereicherung des Viola-Repertoires der zweiten Wiener Schule dar. Aida-Carmen Soanea fühlt sich der Zeitgenössischen Musik generell sehr stark verbunden und neben ihrem regelmäßigen Mitwirken im Ensemble Modern Frankfurt, regt sie die Entstehung oder Aufführung neuer Werke an.